Rechtliche Unsicherheit ist größtes Risiko für Freiberufler

SOLCOM Marktstudie: „Projekte und Projekterfolg“

Rechtliche Unsicherheit ist größtes Risiko für Freiberufler
(Bildquelle: SOLCOM GmbH)

Reutlingen, 25.06.2018. Freiberufler sind gut ausgelastet und bringen einen Großteil der Projekte erfolgreich zu Ende. Sorgen bereitet dagegen die Bürokratie. Das sind die Ergebnisse der aktuellen SOLCOM-Marktstudie „Projekte und Projekterfolg“, für die der Technologiedienstleister zwischen April und Juni 2018 die 10.658 Abonnenten des Freiberufler Magazins befragt hat. Hier möchten wir Ihnen die Ergebnisse aus der Auswertung von 589 Teilnehmern vorstellen.

Kernaussagen – Gute Auslastung
Die Wirtschaft und der Projektmarkt laufen rund und Freiberufler profitieren. So sind fast neun von zehn der Befragten momentan in einem Projekt aktiv. Fast ebenso viele gaben dabei auch an, dass ihr Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, für jeden Zweiten sogar sehr erfolgreich. Als Indikator für den Erfolg sehen dabei mehr als die Hälfte den pünktlichen Projektabschluss bzw. das Erreichen aller Milestones, die persönliche Weiterentwicklung ist nur für jeden Fünften entscheidend.

Rechtliche Unsicherheit
Gleichzeitig hat laut der Umfrageteilnehmer die Komplexität der Projekte weiter zugenommen – zwei Drittel schätzen dies so ein. Die Dauer hingegen ist für die Hälfte gleich geblieben, nur für etwa ein Drittel hat diese sich verlängert. Bei den größten Risiken ist die Tendenz klar: Jeweils mehr als die Hälfte der befragten Freiberufler befürchten rechtliche Einschränkungen und zunehmende Bürokratie als größte Gefahren für ihren Erfolg. Von einem wirtschaftlichen Abschwung geht nur jeder Fünfte aus.

1. Sind Sie momentan in einem Projekt?
Knapp neun von zehn der befragten Freiberufler befinden sich aktuell in einem Projekt. Im Vergleich zu der Befragung von 2015 sind dies noch einmal gut sechs Prozent mehr.
Dagegen sind etwa 14 Prozent momentan auf der Suche.

Ja – 86,2%
Nein – 13,8%

2. Wie würden Sie Ihre drei zuletzt durchgeführten Projekte rückblickend bewerten?
Zusammengenommen bewerten 87,1 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre zuletzt durchgeführten Projekte als erfolgreich, knapp die Hälfte davon sogar sehr erfolgreich. 2015 waren es allerdings noch 92 Prozent.
Knapp jeder Zehnte empfand seine letzten Projekte eher als negativ und jeder Zwanzigste sogar als gescheitert.

Sehr erfolgreich – 49,2%
Eher erfolgreich – 37,9%
Eher nicht erfolgreich – 8,1%
Nicht erfolgreich – 4,8%

3. Was sehen Sie übergeordnet als entscheidenden Indikator für ein erfolgreiches Projekt? (Mehrfachantworten möglich)
Für knapp über die Hälfte und damit die absolute Mehrheit ist das Erreichen aller Milestones bzw. der pünktliche Projektabschluss der entscheidende Indikator für ein erfolgreiches Projekt. Mit deutlichem Abstand folgt mit über 20 Prozent die persönliche Weiterentwicklung. Weniger als jedem Fünften ist ein Anschlussprojekt und ein reibungsloser Ablauf wichtig. Nicht entscheidend mit unter zehn Prozent sind die Umsatzrentabilität und neu hinzugewonnene Kontakte. Die Möglichkeit, Freitextantworten zu hinterlegen, wurde lediglich marginal genutzt und wird aus diesem Grund nicht gesondert aufgeführt.

Erreichen aller Milestones / Pünktlicher Projektabschluss – 51,1%
Persönliche Weiterentwicklung – 21,1%
Anschlussprojekt – 16,6%
Reibungsloser Ablauf im Projekt – 15,4%
Hoher Verdienst / Umsatzrentabilität – 7,6%
Neu hinzugewonnene Kontakte – 3,7%
Sonstiges – 1,5%

4. Hat sich Ihrer Meinung nach die Komplexität von Projekten in den letzten Jahren verändert?
Für knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmer hat die Komplexität der Projekte in den letzten Jahren zugenommen. Vergleicht man das Ergebnis mit der Befragung aus 2015 ist dies jedoch ein Rückgang von etwa sechs Prozent. Nur knapp drei Prozent sehen eine Abnahme der Komplexität, jeder Dritte empfindet keinen Unterschied im Vergleich zu den vorigen Jahren.

Komplexität hat zugenommen – 61,1%
Komplexität ist gleich geblieben – 35,7%
Komplexität hat abgenommen – 3,2%

5. Hat sich Ihrer Meinung nach die Dauer von Projekten in den letzten Jahren verändert?
Mit 48,2 Prozent ist die Hälfte der Meinung, dass sich die Dauer der Projekte in den letzten Jahren nicht verändert hat. Für ein Drittel hat diese zugenommen und für knapp jeden Fünften abgenommen.
2015 war noch ein Viertel der Meinung, dass die Dauer abgenommen hat und jeder Vierte gab an, keine Unterschiede zu erkennen.

Dauer hat zugenommen – 33,4%
Dauer ist gleich geblieben – 48,2%
Dauer hat abgenommen – 18,3%

6. Wo sehen Sie für sich persönlich die größten Gefahren bei der Akquise künftiger Projekte? (Mehrfachantworten möglich)
Mehr als die Hälfte der befragten Freiberufler sehen rechtliche Einschränkungen und zunehmende Bürokratie als Risiko bei der Akquise künftiger Projekte. An dieser Feststellung hat sich im Vergleich zu 2015 nicht viel geändert. Vier von zehn Umfrageteilnehmer fürchten den hohen Kostendruck und etwa jeder Dritte eine Veränderung des technischen Bedarfs. Mit 22,4 Prozent werden die Gefahren durch einen wirtschaftlichen Abschwung bzw. gesundheitliche bzw. private Risiken eher als gering eingestuft. Die Gefahr durch Offshoring spielt mit 2,4 Prozent faktisch keine Rolle. Die Möglichkeit, Freitextantworten zu hinterlegen, wurde lediglich marginal genutzt und wird aus diesem Grund nicht gesondert aufgeführt.

Rechtliche Beschränkungen – 58,4%
Zunehmende Bürokratie – 54,8%
Hoher Kostendruck – 43,6%
Veränderungen des technologischen Bedarfs – 34,3%
Hoher Konkurrenzdruck – 28,9%
Wirtschaftlicher Abschwung – 22,4%
Private oder gesundheitliche Risiken – 12,2%
Offshoring – 2,4%
Sonstiges – 0,8%

Neue Umfrage
Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Marktstudie startete auf www.solcom.de eine neue Umfrage zum Thema „Zwischenbilanz Projektmarkt“.

Zur Umfrage.

Über SOLCOM:
Die SOLCOM GmbH zählt zu den führenden Technologiedienstleistern in den Bereichen Softwareentwicklung, IT und Engineering. Als Partner global operierender Unternehmen realisiert SOLCOM weltweit anspruchsvollste Projekte über alle Branchen, Themen und Märkte hinweg.
Mit einem Umsatz von 110 Mio. EURO in 2017 und einem durchschnittlichen Wachstum von über 12 Prozent pro Jahr gehört SOLCOM zu den dynamischsten Unternehmen der Branche.
Geschäftsführer von SOLCOM sind Dr. Martin Schäfer und Oliver Koch, Sitz des Unternehmens ist Reutlingen.

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